Internationales Edelmetall und EM-Qualifikation: Sportakrobatinnen überzeugen in Dresden, Mainz und Frankfurt

Beim 25. Internationalen Gutenbergpokal in Mainz vom 9. bis 11. Oktober sammelten die HSC-Formationen nicht nur wertvolle internationale Wettkampferfahrung, sondern durften sich auch über Medaillen freuen. Für Nayla Ogar und Melia Hoffmann stand außerdem die erste Qualifikation für die Europameisterschaft 2027 auf dem Programm.

Starker Auftakt am Freitag

Den Anfang machten Shayla Wangari und Henriette Wirtz in der Wettkampfklasse. Nach einem guten Start lief leider nicht alles wie geplant. Kleine Unsicherheiten bei einzelnen Elementen sowie Zeitfehler kosteten wertvolle Punkte. Am Ende belegten die beiden mit 20,750 Punkten den 17. Platz.

Besser lief es für das Trio Wladlena und Milana Strauch sowie Tessa Heinze in der Aspireklasse. Sie präsentierten eine gelungene Kür, bei der alle Elemente klappten und auch die Choreografie überzeugte. In einem starken Teilnehmerfeld erreichten sie mit 23,700 Punkten einen tollen sechsten Platz.

Erste internationale Medaille für Nica, Emma und Judith Am Wochenende gingen die Vollklasse-Formationen an den Start. Für Nica Becker, Emma Fischer und Judith Kugel war der Gutenbergpokal eine weitere wichtige Standortbestimmung, nachdem sie erst in diesem Jahr in die höchste Leistungsklasse aufgestiegen waren.

Die drei meisterten ihre Pflichtelemente souverän und überzeugten besonders in ihrer Tempoübung. Mit 23,050 Punkten sicherten sie sich überraschend den zweiten Platz und damit ihre erste internationale Medaille – ein toller Erfolg für die noch junge Formation!

Auch in der Balanceübung zeigte das Trio eine starke Leistung. Mit 23,650 Punkten fehlten nur wenige Punkte zum Podest, sodass sie sich mit Rang vier zufriedengeben mussten. Auch im Finale erreichten sie mit 23,350 Punkten den vierten Platz. Trotz der beiden knapp verpassten Medaillenplätze können Nica, Emma und Judith sehr zufrieden auf ihr internationales Wettkampfwochenende zurückblicken.

 

Nayla und Melia auf dem Weg zur Europameisterschaft 2027

Besonders spannend wurde es für Nayla Ogar und Melia Hoffmann. Das Damenpaar gehört seit diesem Jahr zum Bundeskader und kämpft um die Qualifikation für die Europameisterschaft im März 2027.

Der Wechsel in die internationale Youth-Klasse bringt einige neue Herausforderungen mit sich: höhere Anforderungen an die Schwierigkeit der Elemente und eine zusätzliche Kür, die es im Wettkampf zu präsentieren gilt. Beim ersten Qualifikationswettkampf in Mainz lief deshalb noch nicht alles rund.

In der Balancekür kostete eine anspruchsvolle Handstandpassage die beiden wertvolle Punkte. Mit 21,350 Punkten landeten sie auf dem vierten Platz. Doch Nayla und Melia ließen sich davon nicht unterkriegen! Für die anschließende Tempoübung vereinfachten sie ihre Kür etwas und zeigten eine deutlich stabilere Leistung. Der Einsatz zahlte sich aus: Mit 24,790 Punkten erreichten sie den zweiten Platz.

Am Sonntag stand dann die neue Kombiübung auf dem Programm. Im Finale fanden die beiden immer besser zu ihrer Sicherheit zurück und präsentierten ihre Elemente deutlich souveräner. Mit 25,550 Punkten sicherten sie sich erneut den zweiten Platz hinter der starken Konkurrenz aus Grafenau.

Auch wenn bei der ersten Qualifikation noch einige Punkte liegen geblieben sind, haben Nayla und Melia wichtige Erfahrungen gesammelt. Der Weg zur EM ist anspruchsvoll – und die beiden sind bereit, sich dieser Herausforderung zu stellen.

Wertvolle Impulse aus zwei Bundeskaderlehrgängen Neben dem Wettkampf standen für das HSC-Team auch intensive Trainingseinheiten auf dem Programm. Sowohl am Wochenende vor als auch am Wochenende nach dem Gutenbergpokal nahmen Nayla und Melia gemeinsam mit weiteren deutschen Spitzensportlerinnen und -sportlern an Bundeskaderlehrgängen teil.

Dabei konnten die beiden Athletinnen und ihre Trainerin Carolin Heuschneider viele neue Impulse für die Weiterentwicklung ihrer Übungen mitnehmen.

„Wir haben bei dieser Qualifikation leider viele Punkte liegen lassen. Der Druck und die Anforderungen sind enorm hoch. Für uns ist dieser Weg absolutes Neuland. Wir wachsen in diese Herausforderung hinein und stellen uns ihr jetzt mit viel Mut und Einsatz. Die beiden Bundeskaderlehrgänge haben uns noch einmal wertvollen Input gegeben, den wir nun ins Training mitnehmen“, blickt Trainerin Carolin Heuschneider selbstkritisch, aber kämpferisch auf das Wochenende zurück.

Viel Zeit zum Durchatmen bleibt allerdings nicht: Bereits am 7. und 8. November bietet der Zielona Góra Acro Cup in Polen die nächste Gelegenheit, sich für die Europameisterschaft zu empfehlen.

„Wir werden weiterarbeiten, aus unseren Fehlern lernen und alles daransetzen, unser Können im nächsten Wettkampf abzurufen. Danach schauen wir, welche Chancen sich für 2027 ergeben“, so Heuschneider.

Das Fazit: Der Gutenbergpokal war für die HSC-Sportakrobatinnen ein Wochenende mit Höhen, Herausforderungen und vielen wertvollen Erfahrungen. Die erste internationale Medaille für Nica, Emma und Judith sowie die nächsten Schritte von Nayla und Melia auf dem Weg zur EM zeigen, was in den HSC-Formationen steckt. Jetzt heißt es: weiter trainieren, Erfahrungen sammeln und beim nächsten Wettkampf wieder angreifen!

 

Fotos: Felix Kuntoro und Carolin Heuschneider

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