Erfolgreicher Auftritt beim Kaiser-Karl-Cup in Aachen

In der Stadt Aachen, nahe des Dreiländerecks mit Belgien und den Niederlanden, fand vom 9. bis 10. Mai der 2. Internationale Kaiser-Karl-Cup statt. Wie bereits zur Premiere vor zwei Jahren war auch diesmal eine große Delegation des Hammer SportClubs vertreten – und das mit beachtlichem Erfolg.

Bereits in der Nachwuchsklasse konnten sich zwei Formationen über Medaillen freuen. Tamina Tomaszewski, Ella Bökenkamp und Marie Capizzi überzeugten mit einer starken Leistung und sicherten sich mit 22,930 Punkten die Bronzemedaille.

Auch Nica Becker, Emma Fischer und Judith Kugel standen am Ende auf dem Podest. Zwar mussten sie gleich in ihrer ersten Pyramide einen Zeitfehler hinnehmen, zudem führte ein choreografischer Sturz zu technischen und artistischen Abzügen. Der Traum von Gold war damit zwar geplatzt, doch mit 22,090 Punkten reichte es in einem starken Teilnehmerfeld von sieben Gruppen dennoch für Bronze.

Shayla Wangari und Henriette Wirtz präsentierten ebenfalls eine überzeugende Kür. Mit 22,630 Punkten belegten sie einen hervorragenden fünften Platz unter 13 Paaren – das Podium verpassten sie nur knapp um 0,170 Punkte.

Julie Mlynarska und Enni Pannewig mussten direkt zu Beginn ihrer Kür einen zweiten Versuch beim Handstand auf der Schulter in Kauf nehmen. Die daraus resultierende Strafwertung von 0,9 Punkten sowie weitere Abzüge führten zu einer Gesamtpunktzahl von 21,270 Punkten und Platz sechs.

Auch in der Vollklasse – nur vier Wochen vor den Deutschen Meisterschaften – lief nicht alles nach Plan.

Nayla Ogar und Melia Hofmann, die in der Altersklasse Junioren 1 starten, testeten in ihrer Balancekür neue Schwierigkeiten. Vorzeitige Abbrüche führten zu deutlichen Strafpunkten, sodass am Ende lediglich 22,090 Punkte zu Buche standen. Überraschenderweise reichte diese Wertung dennoch für die Goldmedaille.

In der Tempokür zeigten sie sich dann wieder in Topform: Die neuen Elemente gelangen nahezu fehlerfrei, lediglich ein Wurfelement führte zu Abzügen. Mit 25,780 Punkten sicherten sie sich ihre zweite Goldmedaille. Auch in der Kombinationsübung ließen sie nichts anbrennen und komplettierten mit 25,440 Punkten den Gold-Hattrick.

Diana Hamdo, Mila Janzen und Alina Aßhoff wuchsen ebenfalls über sich hinaus. Für ihre fehlerfreie Balancekür erhielten sie starke 24,850 Punkte. In der Tempokür überzeugten sie mit einer schwungvollen Choreografie zu Musik von ABBA und erreichten 24,900 Punkte. Ihr Ziel, erstmals die 25-Punkte-Marke zu knacken, verpassten sie zunächst nur knapp. Doch in der Finalkür am Sonntag gelang der Durchbruch: Mit 25,150 Punkten wurden sie von ihren Vereinskameradinnen gefeiert und belohnten sich ebenfalls mit drei Goldmedaillen.

In der höchsten Altersklasse, der Meisterklasse, ging erstmals die neu formierte Gruppe mit Nele Greiß, Gina Liedert und Elina Hamdo an den Start. Nach einem Sturz in der Balancekür reichte es mit 22,650 Punkten zunächst nur für Bronze. Doch in der Tempokür meldeten sie sich eindrucksvoll zurück und holten mit starken 26,040 Punkten die Goldmedaille. Am Sonntag komplettierten sie ihre Medaillensammlung mit Silber (25,680 Punkte) in der Kombinationsübung, die nach dem Sturz vorsorglich leicht angepasst worden war.

In der jüngsten Altersklasse, der Aspireklasse, sammelten die Zwillingsschwestern Wladlena und Milana Strauch gemeinsam mit ihrer Partnerin Tessa Heinze weitere wichtige Wettkampferfahrung bei ihrer zweiten gemeinsamen Meisterschaft. Trotz großer Nervosität in der Vorbereitung zeigte das Trio eine souveräne Leistung ohne größere Fehler und wurde mit 23,600 Punkten sowie dem dritten Platz belohnt.

Das Trainerteam zog ein ehrliches Fazit:

„Bis zu den Deutschen Meisterschaften, die vom 5. bis 7. Juni in Göppingen stattfinden, liegt noch viel Arbeit vor uns. Sowohl technisch als auch artistisch gibt es noch Verbesserungspotenzial. Über Pfingsten werden wir ein intensives fünftägiges Trainingslager in Hamm absolvieren. Dass sich alle vier Vollklasse-Formationen für die Titelkämpfe qualifiziert haben, macht uns sehr stolz. Unser Ziel ist es, mit sauberen Übungen die Finaltickets zu lösen – auch wenn die Konkurrenz deutschlandweit immer stärker wird. Wir sind bereit, dafür hart zu arbeiten.“

Fotos: Felix Kuntoro

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