Rückblick: Sportakrobaten in England

Vom 29.01. bis 02.02. nahmen die Sportakrobatinnen an ihrem ersten Wettkampf im Ausland teil. Auf Empfehlung des Deutschen Sportakrobatik Bundes meldeten sie sich für den BIAC – Bristol International Acro Cup in England an und erhielten bereits im vergangenen Jahr die Zusage.

Am Donnerstag, den 29.01., machte sich die kleine Delegation um die frisch in den Bundeskader berufenen Sportlerinnen Nayla Ogar und Melia Hofmann gemeinsam mit ihrer Trainerin Carolin Heuschneider sowie Kampfrichterin Giulia Ritter auf den Weg nach England. Über Amsterdam ging es per Flugzeug nach Großbritannien.

Am Freitag stand das Podiumstraining auf dem Plan. Gemeinsam mit der Mannschaft aus Estland absolvierte das einzige deutsche Team zwei Stunden Training und testete erstmals den Wettkampfboden. Dieses Training stellte sich als sehr wertvoll heraus: Anfangs noch sehr nervös, wurden die beiden jungen Sportlerinnen immer ruhiger und spulten ihre Küren schließlich routiniert ab.

Am Samstag stand die Paradedisziplin, die Balanceübung, auf dem Programm. Alles lief wie geplant und am Ende erreichten die beiden starke 26,150 Punkte, womit sie sich im Ranking an die Spitze setzten. Sensationell wurden die Gegnerinnen aus Großbritannien und Estland auf die Plätze verwiesen.

Am Sonntag war die Tempoübung gefordert. Das Einturnen lief nach Plan, alle Grundanforderungen und Elemente wurden sicher in den Stand geturnt. Mit 24,950 Punkten reihten wir uns auch mit der Tempoübung auf dem zweiten Rang ein. Im Gesamtergebnis für das Finale lagen wir damit weiterhin mit über einem Punkt Vorsprung in Führung – unglaublich!

Eine Medaille war zum Greifen nah. Dafür mussten wir nun ein weiteres Mal die Tempoübung turnen. Leider sprang Melia im Finale ihre Tumblingbahn mit einer zu langen Verzögerung, wodurch ein wichtiges Pflichtelement gestrichen wurde und hohe Abzüge folgten. Lediglich 22,950 Punkte kamen auf unser Konto hinzu und wir rutschten in der Summe aus allen drei Übungen vom ersten auf den vierten Platz ab.

Das war zum Ende natürlich sehr bitter, da wir nach den grandiosen Qualifikationsergebnissen zuvor noch auf Wolke sieben schwebten. Insgesamt war es aber ein sehr schönes Wochenende: Der Wettkampf war hochprofessionell organisiert, wir hatten eine tolle gemeinsame Zeit und kehren mit vielen wertvollen Erfahrungen zurück.

Mit der Erwartung einer Medaille waren wir gar nicht angereist – und am Ende haben wir sie nur unfassbar knapp verpasst. Das ist zwar ärgerlich, macht uns aber gleichzeitig sehr stolz und motiviert für die Zukunft.

Fotos: Carolin Heuschneider

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