5 Para-Schützen holen 6 Medaillen bei der Deutschen Meisterschaft

Deutsche Meisterschaften bilden traditionell den sportlichen Höhepunkt und Abschluss der Hallensaison. So auch am Wochenende vom 6. bis 8. März, an dem gleich zwei Deutsche Meisterschaften parallel ausgetragen wurden: in Berlin (Deutscher Schützenbund – DSB) und in Gera (Deutscher Behindertensportverband – DBS). Ein weiterer Teil der nationalen Titelkämpfe folgt zwei Wochen später bei der Deutschen Meisterschaft des Deutschen Bogensportverbands (DBSV).

Aus Hamm nahmen drei Schützinnen und Schützen an der Meisterschaft in Berlin teil, während fünf Para-Schützinnen und -Schützen in Gera an den Start gingen. Für beide Gruppen bedeutete dies eine lange Anreise mit Übernachtung – doch genau das gehört zum Erlebnis einer Deutschen Meisterschaft dazu.

Gute Ergebnisse in Berlin

In Berlin erreichte Paulina Middendorff mit 564 Ringen einen hervorragenden 3. Platz bei den Recurve-Juniorinnen.

Felix Müller belegte bei den Recurve-Herren mit 540 Ringen Platz 46.

Leonas Witte kam in derselben Klasse mit 568 Ringen auf Platz 15.

Besonders spannend wird es bei den Recurveschützen traditionell in den Finalrunden, in denen die Platzierungen auf dem Treppchen ausgeschossen werden. Eine gute Platzierung in der Qualifikation berechtigt zur Teilnahme an diesen K.-o.-Matches.

Leonas Witte traf im Achtelfinale auf seinen ehemaligen Trainer Lars-Derek Hoffmann. Nach fünf Matches stand es ringgleich, sodass ein Stechpfeil über den Einzug ins Viertelfinale entscheiden musste. Beide Schützen trafen die 10 – doch Wittes Pfeil steckte exakt im Zentrum, während Hoffmanns Treffer rund zwei Millimeter weiter außen lag. Damit zog Witte ins Viertelfinale ein, wo er sich anschließend knapp mit 4:6 geschlagen geben musste. Ein Beispiel dafür, wie eng es auf diesem Leistungsniveau zugehen kann – manchmal entscheiden wenige Millimeter über Sieg oder Niederlage.

Auch Paulina Middendorff qualifizierte sich für die Finalrunden. Sie gewann ihr Achtel- und Viertelfinale souverän (6:0 und 6:2), musste sich jedoch im Halbfinale knapp mit 4:6 geschlagen geben. Auch im anschließenden Bronzefinale unterlag sie mit 2:6 und belegte damit am Ende einen starken 4. Platz.

Sechs Medaillen für das Para-Team

Besonders erfolgreich verlief die Deutsche Meisterschaft in Gera für die Para-Schützinnen und -Schützen aus Hamm. Dort hat sich inzwischen eine stabile Gruppe von fünf Aktiven etabliert, die regelmäßig an Bezirks-, Landes- und Deutschen Meisterschaften teilnimmt. Gemeinsam konnten sie sechs Medaillen gewinnen.

Peter Horn sicherte sich mit 508 Ringen den 1. Platz bei den Recurve-Senioren. Zusätzlich gewann er mit dem Landesteam NRW die Silbermedaille, sodass er gleich mit zwei Medaillen nach Hause reisen konnte.

Max Wall belegte mit 459 Ringen den 2. Platz bei den Recurve-Junioren.

Peter Slotta gewann mit 555 Ringen den 1. Platz bei den Compound-Senioren B.

Auch die Blankbogen-Schützen waren erfolgreich:

Helga Mattigkeit erreichte bei den Seniorinnen mit 469 Ringen Platz 2, Walter Siemes belegte bei den Senioren mit 441 Ringen ebenfalls Platz 2.

Blick nach vorne

Der Verein gratuliert allen Schützinnen und Schützen herzlich zu ihren starken Leistungen.

Mit dem Ende der Hallensaison freuen sich nun alle darauf, wieder unter freiem Himmel trainieren und Wettkämpfe bestreiten zu können. Dann beginnt der Meisterschaftszyklus erneut. Ein besonderes Highlight steht bereits fest: Im August findet die Deutsche Meisterschaft des DBS auf dem Vereinsgelände in Hamm statt.

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